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Nein sagen

Man muss auf sich selbst achten

„Ich weiß, es ist schon spät, aber ich brauche unbedingt deine Hilfe.“ „Hättest du kurz Zeit?“ „Ich weiß, du hast selbst sehr viel zum tun, aber könntest du mir die Lösung für die Hausaufgaben geben?“ „Kannst du kurz ein Foto von mir machen?“ „Hättest du Zeit, mir dabei zu helfen meine Wohnung aufzuräumen?“ „Kannst du mir bei der Aufgabe XY helfen?“
Kannst du, hättest du Zeit, willst du…? Wer kennt diese vorhin genannten Sätze nicht? Auch, wenn sie sehr vereinfacht und oberflächlich von mir geschildert wurden, glaube ich, dass jeder von uns schon mindestens einmal gefragt wurde, jemanden Hilfe zu leisten, obwohl man selbst eigentlich keine Zeit dafür hätte. Hilfe, die notwendig ist, oder manchmal auch eher überflüssig.

Genau so gut, wie jeder eine solche Situation womöglich kennt, kennt auch jeder die Sache mit dem Gewissen. Welche Sache? Es geht um das nein sagen. Um eine aktive Ablehnung. Die vier Buchstaben, die sehr aussagekräftig sind.
„Nein, ich kann heute leider nicht.“ „Nein, ich muss selbst so viel erledigen.“ „Nein, tut mir leid.“

Viel zu selten gehen diese Worte über die Lippen der meisten unter uns. Wir denken nicht an uns, sondern an unser Gegenüber. Wir haben selbst keine Zeit, wollen aber den anderen helfen und sie nicht enttäuschen. Wir haben selbst Probleme, wollen die anderen aber nicht leiden sehen.
Doch wie kann man jemanden helfen, wenn man im Endeffekt mit sich selbst nicht im Reinen ist?

Es ist viel effizienter wenn man, aus gegebenen Anlass, auch einmal nein sagt. Nein sagen bedeutet nicht unfreundlich sein. Nein sagen ist keine Schandtat. Nein sagen ist einfach ein Faktum. Es bedeutet, dass man einfach nicht kann. Es heißt, dass man entweder keine Zeit hat, nicht dazu in der Lage ist, oder manchmal auch einfach keine Lust hat. Es ist so und das muss auch akzeptiert werden.

Man muss auf sich selbst achtenMan muss auf sich selbst achten

Man selbst ist die einzige Person, die darüber entscheiden kann, ob man selber glücklich und zufrieden ist. Ob man beschäftigt, oder überarbeitet ist. Ob man anderen Hilfe leisten kann, oder ob man eben einfach einmal nein sagen muss.

Ich selbst ertappe mich auch oft dabei, dass ich meine Aufgaben und Arbeiten liegen lasse, um jemand anderen, aufgrund seiner oder ihrer Bitte, Hilfe leisten kann. Das Resultat: Ich selbst bin nach getaner Arbeit für jemanden anderem unglücklich darüber, dass ich für meine To-Do Liste noch nichts gemacht habe. Meine Nächte werden dadurch kürzer und die Arbeit auch nur langsam weniger. Die Person, die um Hilfe gefragt hat, ist vielleicht glücklich, doch ich selbst bin es dann nicht.
Im schlimmsten Fall entwickelt sich Frust und Trauer. Wie kann man dem Ganzen also umgehen? Indem man nein sagt. Einfach nein sagen.

Man muss auf sich selbst achten

Das heißt natürlich nicht, dass man immer und überall alles ablehnen soll und in Zukunft keine Hilfe mehr leisten soll. Nein, definitiv nicht!
Aber man sollte es nicht tun, wenn man sich selbst dadurch schädigt und sich selbst eine Last auferlegt. Also nein sagen, wenn die eigenen Situation und das eigene Wohlbefinden das Zeichen dafür geben.
Und die Momente, wo man bewusst ja sagt, die kann man dann auch umso mehr genießen.
Genau diesen Moment hatte ich, um auf eine andere Situation zu leiten, als ich neuerdings shoppen war und mir dieses neue Jeanskleid (allerdings in der Farbe Schwarz) gekauft habe. Dieses bewusste ja sagen hat mich glücklich gemacht und es war die richtige Entscheidung.

Es sind doch schließlich die kleinen Dinge im Leben, die uns glücklich machen. Und oft sind diese kleinen Dinge einfach nur ein „ja“ bei einem Kleidungskauf.

Man muss auf sich selbst achtenMan muss auf sich selbst achten

Danke an die liebe Florence für die wunderschönen Fotos !

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6 Comments

  • Reply
    Stephi Drexler
    29 Oktober 2016 at 11:56

    kenn die Situationen so gut, total toller text, valentina! 🙂
    und so schöne bilder <3
    bussi stephi
    https://stephidrexler.com

  • Reply
    Lisa
    30 Oktober 2016 at 21:42

    Schönes Outfit woher ist denn die Tasche? 🙂

    • Reply
      valentinaballerina
      1 November 2016 at 14:05

      danke liebe lisa! Die Tasche ist von Furla :))) Leider finde ich das gleiche Modell online nicht mehr :/

  • Reply
    elisabeth
    31 Oktober 2016 at 8:22

    Hallo meine Liebe, wieder supertolles Outfit??Auch dein Blogbeitrag spricht wieder ein Thema an, dass jeder von uns kennt. Es müssen manchmal Neins ausgesprochen werden, um selbst weiterzukommen. Im Gegenzug dazu muss man auch Neins von anderen akzeptieren. Und jedes Nein das ausgesprochen wird muss auch kein direktes Nein sein – man kann es schön „verpacken“, dann klingt es nicht so hart u. das Gegenüber kann das vielleicht auch besser akzeptieren??

    • Reply
      valentinaballerina
      1 November 2016 at 14:06

      Vielen lieben Dank! Ich bin selbst auch so happy über die Fotos! :)))) Und ja, stimme dir voll und ganz zu. Und vor allem auch mit dem „Verpacken“. Aber Ehrlichkeit ist immer noch das Beste :))) <3

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