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Wer hat an der Uhr gedreht?

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Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Den Titelsong kennen vielleicht viele von euch noch von früher. Ich kann mich noch erinnern, wie ich nach der Grundschule zu meiner Großmutter gegangen bin und mir am Nachmittag im Fernsehen „der rosarote Panther“ angesehen habe. Lange ist es her. Jahre sind vergangen und dennoch sind es Erinnerungen, die es mir, wie wenn es gestern gewesen wäre, vorkommen lassen.

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Wer hat an der Uhr gedreht? Das denke ich mir zur Zeit beinahe tagtäglich. Es fühlt sich an, als würden Minuten wie Sekunden vergehen und als wenn ein Tag nur halb so lange wie normal andauern würde. Es fühlt sich so an. Realität ist, dass es nicht so ist. Ein Tag hat nach wie vor 24 Stunden und eine Stunde 60 Minuten.

Wieso kommt es mir dann so vor? Die Universität hat wieder begonnen, ich verbringe viel Zeit mit Freunden sowie meinem Freund, ich arbeite tagtäglich und betreibe nebenbei noch Sport. Klingt nach viel, aber manchmal kommt es mir vor, als würde ich trotzdem nichts machen und dass der Tag einfach so vergeht. Das alles an mir vorbeischwindet und ich mich nur eines frage: „Wer hat an der Uhr gedreht?“

Ich mache eines gerne. Was genau? Mir viel vorzunehmen. Manchmal zu viel. Am liebsten ist mein Terminkalender komplett voll. Es gibt mir eine gewisse Befriedigung. Ob sich dann aber wirklich immer alles ausgeht und ich meine To-Do-Liste komplett mit grünen Häckchen am Ende des Tages verzieren kann, ist die andere Frage. Ich bin ehrlich: meistens geht es sich nicht aus. Auch wenn nach außen hin immer alles zu klappen scheint. Ein Termin dauert mal länger. Ich verschlafe. Ich mache länger Sport. Ich bekomme ein ungeplantes Telefonat rein. Dann sitze ich da und frage mich: „Wer hat an der Uhr gedreht?“

Ich weiß, dass mein Content auf meinen Social Media Plattformen momentan etwas spärlich ist. Ich könnte mehr posten. Mehr erzählen. Leider werden meine Tage auf der Fachhochschule nicht kürzer, aber dafür die Tage draußen. Das gute Licht ist schneller weg, als man schauen kann und somit auch die Chance ein gutes Foto zu schießen. Ist ein Faktum, aber dennoch keine Ausrede.

Was soll dieses ganze „Wer hat an der Uhr gedreht?“ nun, wenn ich eh etwas mache und Gründe für Verhinderungen habe? Ganz einfach: ich bin unzufrieden. Unzufriedenheit die gleichzeitig innerlichen Stress in mir erzeugt. Unzufriedenheit und innerlicher Stress, zwei Dinge die menschlich sind. Reaktionen, die jeden von uns betreffen. Egal ob Schüler, Student, Arbeiter oder auch Superblogger. Denn sind wir uns ehrlich, wir gehen alle durch die gleichen Lebensphasen gefüllt mit Erfolgsmomenten, Chaos und manchmal leider auch Trauer. Es ist menschlich. Es ist normal.

Wichtig, und das vor allem für mich selbst, ist, dass ich mich nicht dauernd frage „Wer hat an der Uhr gedreht?“, sondern dass ich mich entweder für das lobe, das ich getan habe, oder aber auch selbst manchmal ermahne, dass ich mehr tun sollte. Es ist okay, wenn ich einmal nichts mache. Okay, mal eine Pause einzulegen. Es kommen andere Tage. Tage an denen ich einen Berg an Aufgaben erfüllen kann. Tage an denen ich nur schlafen möchte. Mal gibt es mehr Content. Mehr valentinaballerina. Mal herrscht Ruhe. Es ist okay, denn auf jede Minute folgt eine Neue. Wir sind alle gleich, alle Menschen. Unperfekt und trotzdem wieder perfekt wie wir sind!

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Danke Florence für die Fotos!

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24 Comments

  • Reply
    Julia
    17 Oktober 2017 at 20:20

    Sehr inspirierende und motivierende Worte!
    Mir geht es ähnlich, schaffe meistens nichts alles, was ich mir für den Tag vorgenommen habe.. Aber es ist schön zu wissen, damit nicht alleine zu sein 🙂
    Dafür schätzt man die Zufriedenheit beim Anblick der Häckchen auf der ToDo-Liste umso mehr!

    • Reply
      valentinaballerina
      17 Oktober 2017 at 20:45

      Ja voll, das stimmt. aber wie gesagt: Stress dich selbst nicht zu sehr <3 🙂

  • Reply
    Katharina
    17 Oktober 2017 at 21:54

    Toller Beitrag! Mir gehts exakt so wie dir! Ich nehm mir so viel vor, schreib To-Do-Listen und am Ende des Tages frag ich mich was ich davon überhaupt erledigt hab, weil ich irgendwie 10.000 andere Sachen stattdessen gemacht habe…

    Schön zu wissen, dass es nicht nur mir so geht! 🙂

    Xx Kathj

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:52

      Nein, wir sitzen alle im selben Boot. Manche mehr, andere weniger. Manche sind sich dessen bewusst, andere verdrängen es. Aber mit jeder noch so kleinen erledigten Sache sollte man sich zufrieden geben und glücklich schätzen 🙂

  • Reply
    Michi
    17 Oktober 2017 at 23:27

    Ganz ehrlich? Worum geht es denn im Leben? Mann muss sich definitiv nicht immer und überall hinstressen – nein!

    Es waren schöne Worte, danke für die Aufmunterung! Hoffe deinem Handy geht’s gut nach dem Absturz heute :b

    • Reply
      valentinaballerina
      24 Oktober 2017 at 17:21

      Hast vollkommen recht! Und danke auch, dass du mich oft wieder auf den Boden zurückbringst. Bussi und bis später michi : )

  • Reply
    Sandra Slusna
    18 Oktober 2017 at 6:42

    Mir geht es tagtäglich so liebe Valentina. <3 Ich nehme mir viel zu viel vor, habe zu große Erwartungen an mich selber und bin 24/7 unzufrieden mit allem, was ich mache. <3 Ich will endlich lernen, Mal nichts zu machen, paar Stunden einfach nur da liegen, Fern schauen oder mit irgendwas anderem Zeit ,,vergeuden", aber ich kann es einfach nicht. Ich kann nicht nichts tun und ich hasse mir wirklich dafür, hehe, denn manchmal ist mir alles wirklich zu viel.
    xxx, Sandra

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:53

      OHhh Sandra. Weißt du, wie viel Respekt ich vor dir habe? Du bist so ein junges Mädchen, dass schon so selbstständig ist und viel macht. Wirklich, das ist lobenswert. Leg dir einfach mal BEWUSST einen Tag ein, wo du nichts machst. Keinen Sport, kein Blog, kein Instagram, nur du selbst <3 Glaub mir, das ist gold wert 🙂

  • Reply
    Anni
    18 Oktober 2017 at 6:44

    Ich frage mich das auch so oft. Zu oft. Weil einem plötzlich auffällt, dass dieses oder jenes schon zwei, vier oder zehn Jahre her ist und man sich erschrickt, weil in dieser Zeit ja eigentlich kaun etwas passiert ist, obeohö es das natürlich ist. Toll geschrieben! 🙂

  • Reply
    susanna
    18 Oktober 2017 at 7:51

    Ich lieb deine Worteahl und deinen Schreibstil.. und du hast so recht 🖤
    fühl dich gedrückt!

  • Reply
    Sara Lesniewicz
    18 Oktober 2017 at 8:13

    Liebe Valentina, es klingt vielleicht doof aber es ist echt schön zu hören, dass man nicht alleine mit den Gedanken ist, dass die Zeit einfach zu schnell vergeht, vor allem die schönen Momente vergehen in Sekunden, und die überdimensionalen To-Do Listen gefolgt von Ernüchterung und Enttäuschung kenne ich nur zu gut 😒 Wirklich ein toller Blogeintrag

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:54

      Danke liebe Sara! Nein, glaub mir, du bist definitiv nicht allein. Niemand ist es :))) <3 <3

  • Reply
    Nina
    18 Oktober 2017 at 11:08

    Sehr schöne Bilder von dir Valentina 🙂
    Und gelungener Post, mir geht es leider auch oft so, dass so viele Dinge auf einmal anfallen und ich gar nicht mehr hinterher komme! In dem Fall sollte man einfach ruhe Bewahren und nicht enttäuscht sein, wenn mal etwas nicht so klappt.
    Liebe Grüße,
    Nina

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:51

      Das stimmt. Nicht enttäuscht sein, sondern glücklich über das, was man geschafft hat 🙂

  • Reply
    Lisa
    18 Oktober 2017 at 21:00

    Vielleicht solltest du einmal versuchen, deine Tage weniger vollzufüllen mit Terminen – diese aber konsequent wahrnehmen. Denn wie du ja selbst schreibst, bist du am Ende des Tages voll ausgepowert u. unglücklich, wenn du nicht alles geschafft hast😔Es gibt ein Sprichwort: Weniger ist mehr – mehr an Lebensqualität, mehr an Zufriedenheit, mehr an Freizeit, mehr an …… Du hast schon so viel geschafft, sodass du auch zwischendurch ruhig einmal Luft holen kannst und dir Pausen gönnen kannst👍👍

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:50

      Du hast das sehr schön gesagt – danke für die Ehrlichkeit und die lieben Worte. Und es steckt auch etwas wahres darin, schließlich bleibt es mir doch selbst überlassen, wann ich mir wie, was, wo einteile. <3 Danke <3 <3

  • Reply
    Julia
    22 Oktober 2017 at 13:19

    Wunderschöner Beitrag Valentina! Dieses Gefühl, dass vor mir ein kleines schwarzes Männchen läuft und meine Zeit stiehlt habe ich momentan auch häufig. Wie du auch sagst, das Leben kommt zwischen die To-Do List, die Wegzeit wird Länger, die Beziehungskrise der Besten Freundin kann man auch nicht unbehandelt lassen und schon ist die wieder weg die kostbare Zeit. Ich denke, dass wir nachsichtiger mit uns selbst sein sollten. Wir können nicht täglich 24 Stunden jede unserer Rollen perfekt ausüben. Wenn wir unser Bestes geben wird es genügen. Viele liebe Grüße, Julia

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:55

      Julia, das hast du einfach wunderschön gesagt. Vor allem den letzten Satz! Kann ich nur so unterstreichen 🙂

  • Reply
    Vanessa
    29 Oktober 2017 at 19:06

    Du triffst es genau auf den Punkt! Stress ist immer ein stetiger Begleiter in unserem Leben, aber wir müssen selbst versuchen uns nie stressen zu lassen. Was schwieriger ist, als gesagt 😀
    Wirklich toller inspirierender Post 🙂

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:47

      Danke liebe Vanessa! Und ja, du hast so recht. Am Ende geht sich doch eh immer alles aus und wenn nicht, dann ist es auch ein Zeichen, muss aber nicht gleich etwas schlechtes heißen 🙂

  • Reply
    katy fox
    31 Oktober 2017 at 13:40

    oh ja zeit das ist auch für mich ein wichtiges thema – ich habe so von allen genug (ok urlaub könnte her sein) aber so bin ich doch sehr glücklich nur was mir auch fehlt ist die zeit – neben einen volltime job, haushalt, blog und freunde denke ich mir echt sehr oft – warum hat ein tag nur 24h?
    sehr toller beitrag!
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

    • Reply
      valentinaballerina
      2 November 2017 at 0:49

      „Warum hat ein Tag nur 24 h?“ Wie oft ich mir das doch denke 😀 manchmal bräuchte ich wirklich 48 h, um alles unter einen Hut zu bekommen, ohne selbst am Limit zu sein. Aber man lernt doch aus allem. Was man halt wirklich machen muss ist, dass man jede Sekunde genießt, auch wenn es nicht immer leicht fällt 🙂

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