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Wie Instagram Genutzt Werden Sollte

Social Media Bubble

Von Supermodel bis hin zu dem Mädchen, das hart versucht noch einige Kilogramm abzunehmen. Von Makellosigkeit durch Photoshop bis hin zur Realität in Form von Cellulite und Co. Alle Fotos sehen anders aus und dann eben doch wieder gleich. Jeder will Unterscheidungskraft und dann scheint es doch wieder eine Kopie zu sein. Was früher Passion war, ist heute ein mit Werbung gekennzeichneter Beitrag. Wie Instagram Genutzt Werden Sollte ? 

Ich liebe die Plattform, nach wie vor. Vor fünf Jahren privat ein paar Fotos zu posten begonnen, kann ich mir heute beinahe keinen Tag ohne diese Social-Media-App vorstellen. Durch Instgram konnte ich meine persönlichen Stärken und Interessen finde. Ich konnte meiner Kreativität freien Lauf lassen und mir selbst eine Marke aufbauen. Ich bin gewachsen und habe gelernt. Diese Tatsachen sind so wundervoll, dass es beinahe surreal klingt.
In den letzten Jahren bin jedoch nicht nur ich gewachsen, sondern auch, unabhängig von meinen Followern beziehungsweise Followerinnen und mir, die Anzahl der an Instagram registrierten Personen. Damit eng verbunden gibt es auch einen enormen Anstieg der Anzahl an Influencern und Influencerinnen. Instagram ist mittlerweile eine weit genützte Marketinplattform und für ein Unternehmen eine gute Art Werbung zu schalten. Ist auch vollkommen in Ordnung so. Wie Instagram Genutzt Werden Sollte ?

Mit diesem Anstieg gibt es in der Folge immer mehr Menschen, die die besten Seiten ihres Lebens durch Fotos präsentieren. Von “Woke Up Like this”, hin über “Do Your Daily Squats” bis  zum “Thank You Photoshop”. — Aber was steckt wirklich hinter einem Bild; hinter einer guten (nach subjektiver Beurteilung) Figur? Die guten Gene? Der Sport? Oder die 5 Minuten in Photoshop oder einer ähnlichen mobilen App? Wie Instagram Genutzt Werden Sollte ?

Dieser Beitrag soll dabei helfen, sich zurück zu lehnen und Instagram möglichst kritiklos und mehr als Unterhaltung und Ausgleich zum Alltag zu nutzen. Macht keinen Sinn? Lest euch die folgenden Punkte durch und es macht sehr wohl Sinn.

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1. I Take You To The Photoshop

Ganz, ganz, ganz wichtige Durchsage (an die ich mich selbst auch immer erinnern muss): alles, was wir – also du, du und ich – sehen, ist nur die schönste Seite eines Moments. Das eine Foto von den 100 aus dieser Serie. Die schönste Aufnahme, die beste Pose und, damit komme ich zum Punkt dieses Absatzes, vielleicht noch etwas etwas Photoshop.
Wieso wir auf dieses “schönste” und “beste” fokussiert sind? Das kann ich euch leider nicht erklären, ich frage es mich selbst tagtäglich. Womöglich geht es um die Aufmerksamkeit oder einfach um das Mithalten mit anderen. 

Dabei ist es doch das natürlichste, nicht perfekt zu sein, seine Makel und gleichzeitig seine eigenen und ganz persönlichen Stärken an einem Körper zu haben. Was können wir Frauen dagegen tun, wenn es körperlich veranlagt ist, dass wir Cellulite haben? Nichts. Was können wir dafür, wenn unsere Nase nicht ganz gerade und unsere Lippen nicht komplett voll sind? Nichts. 

Ich weiß, es ist schwer, die Wahrheit und die Realität zu akzeptieren und es wird noch schwieriger, je mehr Perfektionismus man rein auf dieser einen Plattform sieht.
Deshalb mein Appell: Versucht, zwar solche Bilder euch anzusehen und es als Ideal zu verstehen, aber seid niemals gekränkt, wenn es nicht eurer Realität entspricht. Niemand ist schlechter oder weniger wert, wir alle sind gleich. Und das einzig wahre das zählt ist und bleibt die Gesundheit. Und, ganz wichtig, ihr wisst nicht, wie viel Realität wirklich hinter dem Foto steckt: Es ist mittlerweile schon so einfach, Pickel zu retouchieren, die Taille schmaler zu machen, oder den Po zu vergrößern. Jedem das seine, aber der, der das Foto dann sieht, sollte sich niemals minder oder Ähnliches fühlen.

Wie Instagram Genutzt Werden Sollte: Sich selbst lieben lernen! Jeder von uns hat DIE perfekte Pose für seinen Körper und keiner ist perfekt. Photoshop ist nichts Neues und Unbekanntes, es wird nur vermehrt genutzt und das nicht nur für Supermodels am Cover eines Magazins.

2. Die Unzähligen Namen Der Werbung

Advertisement, Ad, Einladung, Sample, Werbung, Kooperation – der Begriff der Werbung hat durch Instagram viel, viel mehr Unterbegriffe bekommen. Alles was zählt ist die Kennzeichnung. Also an alle: Ja nicht kennzeichnen vergessen.

Was ich, sowie viele andere Influencer/Influencerinnn negativ bemerkt haben ist, dass sobald einmal Werbung in der Caption eines Beitrages steht, ist die Interaktion viel, viel, viel geringer. Ich kann es vollkommen bei Personen verstehen, bei denen hinter jedem Beitrag eine sogenannte Kennzeichnung einer bezahlten Kooperation liegt. Aber bitte, bitte, bitte schreckt nicht vor jedem Beitrag ab, hinter dem ein “Anzeige”, “Werbung” oder ein “in Kooperation mit steht”. Viele Influencer/Influencerinnen kennzeichnen einen Beitrag mit Werbung, auch wenn kein Geld dahinter steckt. Das hat oft damit zu tun, dass vermehrt Abmahnung stattfinden und durch eine Kennzeichnung einfach auf Nummer sicher gehen möchte. 

Mich selbst stört ein Werbung nie (und nein, nicht nur, weil ich es selbst auch ab und an hinzufüge). Stören tut es mich dann, wenn ich sehe, dass die Person einfach überhaupt nicht zu dem Produkt oder der Kampagne passt und es total unauthentisch wirkt. Ist das Bild aber schön und sehe ich die ganze Mühe dahinter, dann hinterlasse ich zumindest ein Like und so gut es geht auch einen Kommentar. Influencer/Influencerinnen, die sich damit eine Selbstständigkeit aufgebaut haben, sind nun einmal reine Werbeträger und bekommen damit ihr Geld. Man kann es mögen, muss man aber natürlich nicht. Wem es stört, der soll nicht aus Boshaftigkeit nicht liken und nicht kommentieren, sondern besser einfach komplett entfolgen.

Wie Instagram Genutzt Werden Sollte: Auf den Beitrag und die Message und nicht auf die Kennzeichnung achten. 

3. Like For Like and Comment For Comment

Natürlich muss ich in diesem Beitrag auch den guten, allbekannten Algorithmus ansprechen. Er ist da und wir alle -so behaupte ich einmal- “hassen” ihn. Aber ja, er ist da und er wird auch bleiben. Man muss es akzeptieren und kann nichts dagegen tun.

Wobei doch. Man kann etwas dagegen unternehmen. Es hat einen Grund, wieso wir gewissen Profilen aktiv folgen. Es ist glaube ich für niemanden von uns, der sich sowieso schon auf der Plattform befindet, zu schwer, einmal auf ein Foto doppelt zu klicken, den Herzbutton zu drücken, oder einen Kommentar zu hinterlassen. Schon gar nicht, wenn man sowieso findet, dass ein Foto schön ist.

Denkt immer an euch selbst. Wie würdet ihr euch, wie würdest du dich, in der Situation fühlen? Ich denke mir immer, ich freue mich so wahnsinnig über jedes einzelne Like und über jeden Kommentar. Auch wenn es 500, 600 oder 1000 sind, nehme ich jede Interaktion wahr.
Was gibt es als Entgegenkommen? Ich antworte so gut wie jedem Kommentar und versuche auch so gut wie möglich aktiv zu sein. Ich schätze jedes Wort, das mir jemand hinterlässt. Egal, ob das Wort von einem Account mit 1 Million Followern kommt, oder von einem Account mit 10 Followern. Genau so wenig unterscheide ich, ob ein Account, dem ich einen Kommentar unter einem Foto hinterlasse, 1 Million Follower hat, oder eben “nur” 10 Follower. Ich weiß, dass sich jeder über eine Anerkennung für eine Arbeit freut. 

Also bitte denkt immer an Geben und Nehmen.

Wie Instagram Genutzt Werden Sollte: Aktivität zählt! Nächstenliebe, Anerkennung und Wertschätzung zeigen, denn schlussendlich ist jedes Foto Arbeit und Kunst.

3. 1000 Tattoos, 1000 Outfits

Du bist du und das ist gut so. Man muss keine 1000 Tattoos und keine 1000 Outfits haben, um auf Social Media “berühmt” zu sein. Dieser Punkt geht eng mit Punkt 1 sowie, dem kommenden und letzten, Punkt 4 einher. 

Was viele von euch, liebe Leser und Leserinnen nicht wissen: Viele, viele Fashionblogger bestellen Kleidung, machen ein Foto und senden es wieder retour. Dann gibt es noch die Möglichkeit bei Agenturen etwas auszuborgen, oder es wird mal schnell von der Freundin die Jacke oder Tasche bei einem Foto verwendet. Ob man das gut, oder schlecht findet, hängt in der Art und Weise, wie man Instagram und Co benutzt, ab. Ich sehe es als Inspiration und mir ist es vollkommen egal und ich hätte mich noch nie schlechter gefühlt, weil mein Kleiderschrank nicht so voll ist. Ich versuche eher zu sehen, was könnte ich wie mit meinen vorhanden Kleidungsstücken kombinieren. Et voila, bisher hat es immer gut geklappt.

Tattoos sind sehr beliebt auf Social Media. Wieso? Es ist Kunst! Aber man darf niemals vergessen, dass es permanente Kunst ist. Ich würde also jedem davon abraten, sich ein Tattoo zu stechen, nur weil es gerade in ist. Ich habe selbst vier und zeige sie beinahe kaum in der Öffentlichkeit, denn ich habe sie für mich gestochen und das ist gut so. Zudem habe ich sie an Stellen, wo ich sie selbst nicht einmal tagtäglich sehe. Man weiß nämlich nie, wie sich der Geschmack im Laufe der Zeit ändert. Denn wenn ich zurückdenke, hat mir vor 8-10 Jahren noch Pink und alle grellen Farben an meinem Outfit gut gefallen, nicht zu vergessen von 1 kg Haarspray in meinem Haar und Augenbrauen, die ein Hauch von nichts waren.

Wie Instagram Genutzt Werden Sollte: Zurücklehnen und inspiriert werden. Froh sein, dass man sich nicht 10 Kleiderschränke sortieren muss und sein ganzes Geld in Tattoos, hinter denen man nicht wirklich steht, investiert. 

4. Inspiration, Kopie und Ironie

Instagram ist eine Filterblase. Man folgt den Accounts, von denen man die Fotos sehen will und blendet andere Dinge aus (außer sie werden einem durch Werbenanzeige sichtbar gemacht). Man sieht, man liked, man wird inspiriert. Dazu soll die Plattform auch genutzt werden, nämlich als eine Wissenserweiterung: Sei es im informativen oder aber auch im kreativen Sinne. Inspirieren und inspiriert werden. 

Die Tendenz, dass man dann diese gesehen Eindrücke nicht nur als Inspiration sondern als ein Objekt der Kopie sieht, steigt immer mehr. Man will das Foto genau so haben, denn so hat man es gesehen und so sah es gut aus. Ist dem nicht so, dann ist man selbst frustriert und der Fotograf (meist der Freund, die Mama oder enge Freunde) schuld. 

Aber wieso frustriert sein, anstatt sich selbst zum Objekt der Inspiration zu machen? Warum nicht selbst seine Stärken zeigen und seine Kreativität zur Schau stellen? Es wird langweilig 1:1 zu gleichen Bilder im Feed zu sehen. Wer herausstechen möchte, der muss auch was “Neues”, oder zumindest authentisches zeigen. Und jeder von uns, also du, du und auch ich, haben dafür einen anderen Weg. 

Wie Instagram Genutzt Werden Sollte: Seinen eigenen Foto- sowie Bearbeitungsstil finden. Eine Inspiration werden, anstatt eine austauschbare Kopie sein.

Rund 1700 Wörter später konnte ich, so meine ich zumindest, einen ziemlich guten Überblick über die Realität von Instagram darstellen und gleichzeitig aufzeigen, welche Bedeutung es hat und wie man es im Idealfall nutzen sollte. Jetzt fehlt nur noch eines: Die Theorie in die Praxis umsetzen.

Social Media Bubble

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2 Comments

  • Reply
    Lupacchiotto
    12 November 2019 at 19:15

    🥇Valentina du bist meine Supergirl!!! 🥇💪🏻

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