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Geben Und Nehmen

Geben und Nehmen

Geben Und Nehmen – diese drei Worte beschreiben viel, wenn ich an eine zwischenmenschliche Beziehung denke. Ich bin wie ein Spiegelbild meines Gegenübers. Ich reflektiere die Person, die vor mir steht. Natürlich habe ich gute und schlechte Tage, meine Laune wirkt sich des Öfteren auf mein Verhalten aus und ich mache auch Fehler. Oft bereue ich solche Aktionen, aber die meiste Zeit lerne ich daraus.

Geben Und Nehmen, was heißt das Nun genau für mich? 

Geben

Wenn mir Menschen wichtig sind, dann merken diese das auch. Bei manchen Personen macht es sofort klick, bei anderen dauert es ein bisschen und bei Dritten wird es einfach nie so sein. Klingt hart, ist aber so. Ich bin ein Mensch, der lange braucht, bis er sich gegenüber jemanden komplett öffnet. Ein Schloss, welches sich aus Selbstschutz schwer öffnen lässt. Es hat viel mit meiner Vergangenheit zu tun sowie, nicht so positiven, Erfahrungen, die ich gemacht habe. Dies heißt aber nicht unbedingt etwas Schlechtes, denn wenn ich mich einmal öffne heißt es, dass ich dieser Person vertraue. Zu 100 % vertraue. 
Wenn ich jemanden vertraue und mir ein Mensch wichtig ist, dann will ich auch, dass dieser das fühlt. Ich bin bereit, sehr viel für Freundschaften und Beziehungen zu geben. Ich stehe hinter der Person, verteidige sie und helfe so gut ich nur kann. Das kann sich entweder in beistehenden Worten, Gesten oder Überraschungen widerspiegeln. Oder aber auch in der Zeit, die ich mit dieser Person verbringen möchte. 
Ich gebe sehr viel, wenn ich das Gefühl habe, dass ich das von dieser Person ebenso erwarten kann. Dies sollte aber nicht so verstanden werden, dass ich es rein für diesen Menschen mache, weil er oder sie es sich erwartet. Ich mache mich glücklich, wenn ich geben kann. Ich, Valentina, bin glücklich, wenn ich merke, dass ich diesem Freund oder Partner helfen, ihn trösten oder zum Lachen bringen kann. Für mich ist das Geben eine Win-Win Situation.

Nehmen

Das Geben leitet mich direkt zum Nehmen über. Nehmen, der eigentliche Grund für diesen Beitrag. Natürlich sollte man vorrangig immer an sich selbst denken. Wenn man aber merkt, dass eine Person, die stets für einen selbst immer da ist, in guten wie in schlechten Zeiten, dann sollte man dies auch für diese Person zurück sein. Ich spreche hierbei nicht von Gleichberechtigung. Eher von der Basis einer Freundschaft, einer Beziehung. Dass man aufeinander bauen und vertrauen kann macht das schöne zu etwas Stabilen, etwas Einzigartigen.
Das Nehmen sollte auch kein Muss sein, sondern ein Akt der Wertschätzung und Dankbarkeit. Man sollte merken, dass man eine Stütze hat und jemanden an seiner Seite, der bereit ist, die schlechten Zeiten zu guten zu machen.

Geben und Nehmen wieso kommt dieser Beitrag genau jetzt?

Ich bin in den letzten Monaten gewachsen. Ich habe gelernt. Losgelassen. Habe gehofft. Vertraut. Geweint und gelacht. Ich habe viel gegeben. Versucht und versucht. Ich habe ebenfalls genommen, aber leider nicht wirklich von Menschen, denen ich viel gegeben habe. Ich bereue nicht, dass ich gegeben habe, denn, wie oben erwähnt, tue ich es für mich selbst. Ich würde wieder geben. Wenn man jedoch nur gibt und nicht wirklich nehmen kann, ist es keine Freundschaft oder Beziehung. Zumindest keine gute, die Potential in der Zukunft hat.
Aber dieser Beitrag ist nicht mit Trauer verbunden, es sollte auch nicht als eine Enttäuschung gegenüber jemanden gerichtet sein. Eher als Denkanstoß. Denkanstoß vom Prinzip Geben und Nehmen. Und ja, den drei Wörtern, denn das „und“ ist die enorm wichtige Brücke zu den beiden Wörtern.

 

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12 Comments

  • Reply
    Sara Lesniewicz
    8 April 2018 at 12:19

    Liebe Valentina,
    Was soll ich zu diesem Beitrag sagen außer dir nur Recht geben. Ich sehe es genauso, Beziehungen und Freundschaften beruhen auf Gegenseitigkeit, und das ist eigentlich der Schlüssel zum Erfolg 😌☝🏼💕

  • Reply
    Debby
    8 April 2018 at 12:49

    So so true! Du triffst es auf den Punkt und ich finde genau die Beschreibung mit dem „Jnd“ und der Brücke etc. Ist sehr sehr schön geschrieben. Toller Beitrag!
    Ich bin ein extrem selbstloser Mensch und die Menschen, die mir wichtig sind, kommen immer an erster Stelle. In den meisten Fällen würde ich alles für sie geben und an sich erwarte ich auch nichts zurück weil es MIR so viel gibt diesen Menschen etwas Gutes zu tun und sie happy zu sehen.
    Dennoch sollte man sich selbst nicht aus den Augen verlieren wenn man immer nur gibt und gibt und nie etwas zurück bekommt.

    Find es übrigens toll, dass du wieder aktiver bist. 🙂

    • Reply
      valentinaballerina
      8 April 2018 at 15:05

      Danke liebste Debby! so lieb von dir!!! und finde es auch schön, dass du zustimmst. ja es war sehr lange sehr ruhig und wird auch etwas dauern bis ich 110% back bin, aber privat steigt einfach teilweise mir zu viel zu kopf. aber alles wird gut 🙂 <3

  • Reply
    Jasmin
    8 April 2018 at 19:22

    Es war einfach diese Zeilen zu lesen. Denn genau diese Gedanken sind auch in meinem Kopf. Schön zu sehen, dass du auch so debkst. Das du deine Erfahrung zum lernen nimmst und dankbar bist. Und ich bin absolut bei dir, Trauer als Denkanstoß zu nehmen. Schön ♥️

    • Reply
      valentinaballerina
      9 April 2018 at 14:39

      Das freut mich zu lesen und danke, dass du mit mir die Meinung teilst <3 hab einen tollen Tag!

  • Reply
    marcel_richter_in_vienna
    9 April 2018 at 2:24

    Mit Deinem Blog-Post gebe ich Dir Recht; eine zu große Einseitigkeit wäre wohl auf Dauer eine Zunutung….

    Falls es Dir möglicherweise helfen würde, wäre ich gerne dazu bereit, von Dir Deine Erlebnisse persönlich zum Beispiel in einem Café anzuhören.
    Ich selbst bin glücklich vergeben.
    Prinzipiell finde ich es wichtig, sich gegenseitig Hilfe anzubieten, so wie ich Dir das anbiete. Auch falls es gar nicht nötig sein sollte.
    Amsterdamm ist echt sehr cool. Ich hoffe, dass Du auch positive Erinnerungen mitnehmen konntest von dort:)
    LG., Marcel
    https://www.instagram.com/marcel_richter_in_vienna/

    • Reply
      valentinaballerina
      9 April 2018 at 14:40

      Ja, aber egal, ob Freundschaft, Beziehung, oder Familie. Aber vor allem auch Beziehung, weil ja dieses Vertrauen und Gegenseitige da sein – neben der Treue – eine Basis sein sollte 🙂
      Ich bin nur auf einem Kurztrip in Wien und werde bald wieder nach Amsterdam fliegen 🙂

      LG
      Valentina

  • Reply
    Caro
    9 April 2018 at 13:22

    Liebe Valentina,
    so ein schöner Beitrag! Ich lese so gerne was in den Köpfen von anderen vorgeht, weil man dann oft schmunzeln muss und sich verstanden fühlt, denn wir haben doch so oft die gleichen Gedanken, Problemchen und Philosophien. So ein Gedankenansporn zum Thema Geben und Nehmen tut vor allem am Montag Morgen gut, wenn man noch ein wenig in den Grübeleien der letzten Woche festhängt.
    Danke <3
    Caro von ouiouimarie.de

    • Reply
      valentinaballerina
      9 April 2018 at 14:39

      Oh liebste Caro, danke für den lieben Kommentar. Aber mir geht es gleich. Gleichzeitig will ich meine Funktion hier mit dem Blog damit nutzen, meine Gedanken zu teilen. Gedanken, die auch viele andere haben, sich aber alleine fühlen. Hab einen tollen Tag! 🙂

  • Reply
    Maximilian
    10 April 2018 at 9:18

    Liebe Valentina, das ist ein sehr aufrichtig geschriebener Eintrag. Es ist gut und wichtig zu erkennen, dass Geben alleine auch glücklich macht, aber auf die Dauer – wenn es nur in 1 Richtung geht – betrübt macht. Man sollte nicht darüber trauern, was man gegeben hat – solange man es freiwillig, gerne und aufrichtig getan hat. Denn in dem Moment war es schön und gut. Man sollte nur erkennen, ab welchem Punkt das Ganze einseitig wird.
    Den Kopf nicht hängen lassen, wenn es heute dunkel und düster aussieht: in der Dunkelheit leuchten die Sterne am Hellsten! Alles Liebe!

    • Reply
      valentinaballerina
      24 April 2018 at 14:10

      Liebster Maximilian, kann deinen Kommentar unterstreichen! Bereuen sollte man nie etwas, vor allem nicht, wenn es in der Sekunde schön war oder man es von Herzen getan hat. Aber wie du so schön sagst, erkennen sollte man, wenn es nur von einer Seite aus kommt. Liebst, Valentina

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